KLOSTER SANKT PETER BLUDENZ

Die Sanierung

 

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Herausforderung Deckenstatik Von DI Dr. Lothar Künz, ZT GmbH


Die Jahrhunderte alten Decken im Kloster St. Peter werden von Gewölben oder Holzbalken getragen. Wobei die Zeit in den Holzbalken tiefe Spuren hinterließ. Sodass ein Großteil der im Natursteinmauerwerk eingemauerten Balkenköpfe von Feuchtigkeit und Schädlingen zerfressen vorgefunden wurde. Zudem entsprachen die Balkendimensionen nicht den heutigen Bauvorschriften und wiesen untereinander Höhensprünge von bis zu 14 cm auf.


Bei der Sanierung der Deckenbalken mussten viele Faktoren berücksichtigt werden: Einerseits durften historische Holz- und Stuckdecken unterhalb der Balken nicht beschädigt werden. Andererseits stand nur eine geringe Höhe für den Bodenaufbau zur Verfügung, da die Austrittshöhe der bestehenden Treppen beibehalten werden mussten. In diesem schmalen Spielraum mussten sämtliche Heizung-, Sanitär- und Elektroinstallationen, sowie die Deckenstatik und der Trittschallschutz auf den Stand der Technik gebracht werden.


Aufgrund dieser Rahmenbedingungen wurde das Sanierungskonzept einer Holz-Beton-Verbunddecke ausgewählt. Um ein Maximum an historischem Bestand zu erhalten, wurden lediglich die beschädigten Bakenteile durch gesundes Holz ersetzt. Anschließend wurden die Balkenoberkanten mit speziellen Schrauben-Dübel versehen und mit einer Betonschicht übergossen, wodurch sämtliche Balken zu einer tragenden Scheibe verbunden wurden. In vom Statiker exakt vorgegebenen Teilbereichen konnten die Installationen im Beton geführt werden. Die somit zusätzlich eingebrachte Masse (Beton) brachte eine erhebliche Verbesserung des Trittschallschutzes.

Holzdecke aus dem ehemaligen Fürstenzimmer

Treppenaufgang zur Klausur

Bauorden im Einsatz